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"There are countless ingredients that make up the human body and mind, like all the components that make up me as an individual with my own personality. Sure, I have a face and voice to distinguish myself from others, but my thoughts and memories are unique only to me, and I carry a sense of my own destiny. Each of those things are just a small part of it. I collect information to use in my own way. All of that blends to create a mixture that forms me and gives rise to my conscience." - Major Motoko Kusanagi // Ghost in the Shell

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Prüfung

366. Dreihundertsechsundsechzig. So viele Alien-Freaks muss ich abschießen, um endlich Jeremys Highscore zu knacken. Und das versuche ich in jeder freien Minute. Auf dem Klo, in der Bahn, unter der Dusche, während der Arbeit.

Ziggurat treibt mich dabei in den Wahnsinn. Weil es so schwer ist. Aber eigentlich treibt mich Jeremy in den Wahnsinn. Denn Ziggurat ist kein tolles Spiel. Man steht halt als letzter seiner Art auf einem gestuften Tempelturm Steinhaufen und schießt Aliens ab. Mit einer Waffe, die Arnold Schwarzenegger als Grillanzünder verwenden würde.

Zugegeben, die Schleudermechanik eurer Laserpistole ist eine wichtige Gameplay-Mechanik von Ziggurat. Auch die hüpfenden Aliens mit ihren pulsierenden Köpfen, die bei einem gelungenem Treffer eine Kettenreaktion aus orangefarbenen Pixeln aka Explosionen auslösen. Die Grundlage für mich, dieses Spiel überhaupt aus dem App-Store auf mein Smartphone zu transferieren liefert mir Apple allerdings selbst - das Gamecenter.

Dieses kleine, hässliche Icon, dass einem nach einer leichten Berührung vermittelt, was für ein unbegabter Krüppel man doch im Vergleich zu seinen Freunden ist. Und besonders im Vergleich zu Jeremy.

Der stetige Ehrgeiz, der einen antreibt, auf Highscore-Tabellen eine superiore Position gegenüber seinen Freunden und den ganzen anderen Idioten, deren Freundschaftseinladung man irgendwann mal bestätigt hat, einzunehmen, ist der eigentliche Grund, warum ich in meiner spärlichen Freizeit auf einem Felsen stehe und mit wehendem blonden Haar Plasmabälle gegen pulsierende Quadratköpfe schleudere.

Tatsächlich habe ich mir das Spiel gar nicht genauer angeschaut, als Jeremy es im Indie Fresse #2 erwähnte. Er schwafelte nur irgendwas von schwer und Punkten und Super Crate Box (in dem er auch mehr Punkte hat als ich) während ich in die Suchmaske meines Handys schon den Spielenamen tippte.

Denn mir war klar, dass meine persönliche Prüfung des Lebens, der Kampf David vs. Goliath, Arne vs. Jeremy mit Ziggurat in eine neue Runde geht. So lange, bis ein neues, viel zu schweres Spiel Jeremys Aufmerksamkeit erweckt.

Wodrauf ich hinaus will: Spendiert eurem Spiel eine Highscore-Tabelle und alle werden es kaufen, weil jeder besser sein will als die anderen.

Dieser Artikel wurde gesponsert von Arnepoparne-Power-Tips™ - Feel the Power.

[Dieser Text entstand im Rahmen des “52-Games” Blogprojekts, wo all die coolen Menschen mitmachen, die denken Sie hätten Ahnung von Videospielen. So wie ich.]